Chin. Arzneimitteltherapie (Phytotherapie)

 


Mykotherapie

(Pilzheilkunde)

 

 

Westliche Naturheilkunde (Europäische Medizin)

In der Chinesischen Medizin wird bei der Verschreibung von Kräutern großen Wert darauf gelegt, dass man sowohl die Wurzel der Krankheit, wie auch den Zweig, also das Symptom, behandelt.


Eine ausführliche Anamnese gibt hierbei Aufschluss über die vorherrschenden Syndrome und ihre Ausprägungen. Wobei alle Krankheiten auch ihre psychisch-emotionalen Aspekte haben und damit nicht von der Person getrennt werden können.


Die klassischen Texte der Chinesischen Medizin und jahrelange Ausbildungen nur auf diesem Gebiet befähigen chinesische Kräuterärzte auch lebensbedrohliche und chronische Krankheiten mit den pflanzlichen und tierischen Bestandteilen der chinesischen Phytotherapie zu behandeln.


In meiner Praxis arbeite ich inzwischen vor allem mit auf den westlichen Menschen angepassten Kräuterrezepturen wie den „Classical Perls“ von Heiner Fruehauf, welcher seit 1992 Professor und Direktor des Magisterprogramms für Klassische Chinesische Medizin am National College of Natural Medicine in Portland, Oregon (USA) ist und über einen sehr großen Erfahrungsschatz in der Übertragung klassischer Rezepturen auf die Lebensumstände und Menschen der westlichen Welt verfügt.


Dies ist wichtig, da Menschen in unserer Gesellschaft selten an den gleichen Beschwerden leiden, wie die des chinesischen Reiches vor mehreren Tausend Jahren.


Die von mir verwendeten Arzneimittel sind nach westlichen Standards geprüft und frei von möglichen Schwermetallbelastungen, wie sie auch im heutigen China noch vermutet werden.

Zu den hochwertigsten und zugleich wirksamsten Arzneimittelgruppen der Chinesischen Medizin gehören die Heilpilze.


Bereits in der Einteilung des ca. 2.000 Jahre alten chinesischen Arzneimittelbuchs "Shen Long Ben Tsao" werden alle zu dieser Zeit bekannten Kräuter klassifiziert und in Gruppen eingeteilt.


Zur hochwertigsten Gruppe gehören Ginseng und der Pilz Reishi, welche auch als „Kräuter Gottes“ bezeichnet werden. Dabei wird der Reishi innerhalb dieser Gruppe als "König der Heilpflanzen" vor allen anderen Pflanzen an die oberste Stelle gesetzt. Man sagte, er verlängere das Leben und so wurde er auch „Pilz der Unsterblichkeit“ genannt.


Das Heilen mit Pilzen hat aber nicht nur in China eine jahrtausendealte Tradition. Bereits der als Gletschermumie berühmt gewordene „Ötzi“ trug vor etwa 5300 Jahren zwei Birkenporlinge bei sich.

Wissenschaftler wie Prof. Matthias Melzig, Institut für Pharmazeutische Biologie der Humboldt-Universität Berlin, gehen davon aus, dass „Ötzi“ schon damals von der antibakteriellen und antibiotischen Heilkraft dieses Pilzes wusste.


Heilpilze sind inzwischen auch in der westlichen Naturheilkunde für ihre regulierende und ausgleichende Wirkung auf Körper und Geist bekannt.


Sie regeln effektiv die sogenannte Homöostase. Darunter versteht man das Gleichgewicht von sämtlichen im Organismus ständig ablaufenden Prozessen, wie dem Mineralstoff-, Enzym-, Hormon-, Wasser-, Elektrolyt- und Immunzellen-gleichgewicht. Diese Eigenschaften und Wirkungs-weisen bilden die Grundlage der Mykotherapie und können bei vielen Beschwerden eine große Hilfe sein.


In Deutschland werden Heilpilze als sogenannte „Vitalpilze“ kategorisiert und als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Aufgrund der potenten Wirkung dieser Einzelmittel empfiehlt sich allerdings vor der selbstständigen Anwendung durch Laien, eine persönliche fachmännische Beratung.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass Heilpilze sowohl als eigene Therapie, wie auch begleitend zu anderen Behandlungsformen wie Akupunktur oder Tuina (aber auch zur Linderung der durch Chemotherapie entstehenden Probleme) sehr sinnvoll und unterstützend sind.

Zusätzlich zu den aus der TCM stammenden Kräutern und Pilzen gibt es in der europäischen Naturheilkunde viele sehr gute Mittel, die unsere Gesundheit unterstützen, Krankheiten bekämpfen und Symptome lindern.


Die Erfahrungen meiner langjährigen Praxistätigkeit und die Teilnahme an zahlreichen Fortbildungen haben gezeigt, dass sich der Einsatz westlicher Heilmittel auch begleitend zu den Therapien der Chinesischen Medizin lohnt.


Wenn es mir im Einzelfall sinnvoll erscheint, nutze ich deshalb auch die Möglichkeiten folgender Therapien:


  • Westliche Kräuter
  • Kräuterkombinationen
  • Biochemie nach Dr. Schüssler
  • Homöopathie (Hausapotheke)
  • Probiotika
  • Entgiftungstherapie
  • Komplexmittel
  • Ätherische Öle